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Kontaktsperre gebrochen? So fängst du richtig neu an

· 4 Min. Lesezeit

Die Katze Mochi neben einem Handy mit einem kleinen Keimling, bereit für einen Neuanfang

Es lief gut. Vielleicht war es Tag 4, vielleicht Tag 40. Dann kam ein Lied, ein leerer Sonntag oder ein Glas Wein zu viel, und die Nachricht war raus. Jetzt ist die Kontaktsperre gebrochen, und eine bekannte Stimme sagt dir, dass alles umsonst war.

Das stimmt nicht. Eine gebrochene Kontaktsperre gehört für sehr viele Menschen zum Weg dazu. Entscheidend ist nicht der Ausrutscher, sondern was du in den nächsten ein, zwei Tagen machst.

Was ist eigentlich passiert?

„Ich habe die Kontaktsperre gebrochen“ kann sehr Unterschiedliches heißen. Sei ehrlich zu dir, denn der nächste Schritt hängt davon ab.

Nichts davon löscht deinen Fortschritt. Aber je länger der Kontakt läuft, desto mehr rastet die alte Gewohnheit wieder ein. Ziel ist also, ihn so früh und so ruhig wie möglich wieder zu beenden.

Was du in den nächsten 24 Stunden tun kannst

Warum Neustarten kein Scheitern ist

Eine Kontaktsperre wirkt, weil eine Gewohnheit verblasst. Jedes Mal, wenn Schreiben sich „lohnt“, wird sie ein bisschen stärker. Jeden Tag, an dem du nicht schreibst, wird sie schwächer. Ein Ausrutscher gibt der Gewohnheit eine Belohnung. Er macht die Wochen nicht ungeschehen, in denen du stark geblieben bist, und die arbeiten weiter für dich.

Die meisten, die eine lange Kontaktsperre nach der Trennung schaffen, schaffen sie nicht beim ersten Versuch. Sie schaffen sie, weil sie schnell wieder anfangen, statt das Ganze für sinnlos zu erklären.

Warum du die Kontaktsperre nicht aushältst

Wenn du denkst „Ich halte die Kontaktsperre nicht aus“, liegt das selten an fehlender Willenskraft. Meist steckt etwas Bestimmtes dahinter. Schau dir die Stunde an, bevor du geschrieben hast:

Schreib die Antworten auf. Wenn die Situation das nächste Mal kommt, erkennst du sie, während sie passiert. Genau dann kannst du noch anders entscheiden.

Und sei ehrlich bei der letzten Frage. Wenn ein Teil von dir die Kontaktsperre vor allem durchzieht, damit dein Ex dich vermisst, dann ist jeder Tag ein stilles Warten auf ein Zeichen. Das macht sie doppelt schwer. Leichter wird es, wenn du sie für dich machst und nicht als Test für ihn oder sie.

So hältst du die Kontaktsperre durch, wenn der Drang kommt

Der Drang kommt wieder, und er fühlt sich genauso dringend an wie beim letzten Mal. Entscheide jetzt, was du dann tust:

Wenn du sie immer wieder brichst

Wenn du schon mehrmals neu angefangen hast, frag dich, ob gerade etwas eine komplette Kontaktsperre unrealistisch macht. Vielleicht arbeitet ihr zusammen, habt dieselben Freunde oder noch einen gemeinsamen Mietvertrag. Sei nachsichtig mit dir und dann praktisch: mehr stummschalten, notfalls blockieren, und dir für die riskanten Stunden Leute suchen, die da sind. Was bei WhatsApp und Instagram hilft, steht in Kontaktsperre bei WhatsApp und Instagram.

Und wenn du in der Beziehung Angst hattest, kontrolliert oder verletzt wurdest, ist Zurückgehen kein Problem der Willenskraft. Sprich mit jemandem, dem du vertraust. Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist unter 116 016 erreichbar, die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111.

Dein zweiter Anlauf hat etwas, das der erste nicht hatte: Du weißt jetzt, was dich hat schwach werden lassen.

Häufige Fragen

Was tun, wenn man die Kontaktsperre gebrochen hat?

Beende den Kontakt ruhig mit einem kurzen Satz, schick keine Nachricht hinterher, archiviere den Chat und fang noch heute wieder bei Tag 1 an.

Muss ich nach einer gebrochenen Kontaktsperre von vorne anfangen?

Den Zähler startest du neu, deinen Fortschritt nicht. Die Wochen ohne Kontakt haben die Gewohnheit bereits geschwächt, und das bleibt.

Was tun, wenn ich die Kontaktsperre nicht aushalte?

Schau, wann und warum der Drang kommt, und plane diese Momente: 60 Sekunden warten, die Nachricht woanders aufschreiben oder stattdessen einer Freundin schreiben. Stummschalten oder Blockieren macht es leichter.

OverYou ist eine kostenlose iPhone-App für die Kontaktsperre: ein Zähler für deine Tage ohne Kontakt, ein 60-Sekunden-Timer, wenn der Drang kommt, und ein Ort, an dem du die Nachricht schreibst, statt sie abzuschicken. Die App gibt es auch auf Deutsch. So funktioniert sie.